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Jugend-DM U18 Feld 2003 Bademeusel

 

Stammheim  im Pech

Mit großen Erwartungen war die A-Jugend am 6./7. September 2003 knapp 700 KM ins brandenburgische  Bademeusel gereist. Das Halbfinale hatte man dem Ausrichter als offizielles Ziel angegeben. Doch nach dem Gruppensieg mit 8:0 Punkten und 4 deutlichen  Siegen am ersten Tag war klar: Hier war der Titelgewinn durchaus möglich.

Als Zweiter der Süddeutschen Meisterschaften war man in der  Gruppe mit dem Meister Ost: ESV Schwerin, dem Meister West: Offenburger FG,  dem Vizemeister Nord: TV Brettorf und dem Ausrichter SG  Bademeusel.

Im ersten Spiel traf man auf den Ostmeister. Kein leichter  Gegner, aber doch ein durchaus schlagbarer. "Genau der Richtige fürs erste  Spiel zum reinkommen" so waren sich die Trainer Alwin Oberkersch und Patrick  Beiter einig. Und Zeit "zum reinkommen" brauchten die Jungs auch. Die  Nervosität war besonders in Abwehr und Zuspiel deutlich zu merken. Zur  Halbzeit stand es unentschieden und einzig Sebastian Rainer schien die Ruhe  in Person und hielt das Spiel mit seinen starken Angaben offen. In der  zweiten Hälfte legte sich dann die Nervosität, das Stammheimer Angriffsspiel  kam langsam in Fahrt und am Ende stand ein klarer 33:20 Sieg zu Buche.

Im zweiten Spiel traf man auf den ersten schweren Brocken in der Gruppe:  Die Offenburger FG. Nun lief es schon viel besser als im ersten Spiel.  Die starke Abwehr, in der besonders Winni Oberkersch glänzte und Philipp Kowalik den gegnerischen Angreifer zum Verzweifeln brachte, indem er ihm alle halblang gespielten Bälle ablief, stand felsenfest. Hätte man im  Zuspiel eine ähnlich starke Leistung gezeigt wie in der Annahme, so wäre es  zur Halbzeit wohl nicht nur Unentschieden gestanden. Doch während Offenburg mit fortschreitender Spieldauer ungeduldiger wurde, blieben die  Stammheimer ruhig und spielten cool und geduldig ihr Spiel. Immer wieder  fand der starke Daniel Nacke die Lücken in der Offenburger Abwehr, und so erspielte man sich in den zweiten 15 Minuten einen komfortablen  Vorsprung. Nach diesem 24:19 Sieg hatte man sich bereits 4:0 Punkte  erspielt.

Drittes Spiel: Gegner: SG Bademeusel, der Ausrichter. Erwartet  leichtes Spiel hatte man in der dritten Begegnung mit dem Ausrichter. Gegen  einen sehr schwachen Gegner hatte man sich schnell eine hohe Führung erspielt, und spielte bereits nach 4 Minuten mit dem Angriffsduo Daniel  Nacke/ Markus Wuchner. 32:21 gewann man das Spiel und hatte die  Qualifikation für die Runde der besten 6 in der Tasche.

Im letzten  Spiel mußte man sich gegen den Vizemeister aus dem Norden behaupten: den TV  Brettorf. Dieses Spiel war wohl das stärkste der Stammheimer an diesem Wochenende. Von Anfang an diktierte man das Spiel und startete mit 9:0 in  die Partie. Die Abwehr zeigte keinerlei Schwächen, und im Angriff glänzte  Sebastian Rainer durch zahlreiche Asse und Daniel Nacke durch sein variables  Angriffsspiel. Immer wieder bewies er durch platzierte Schläge Übersicht oder punktete mit knallharten Angriffen. Kurzum: Das Stammheimer Spiel  lief absolut rund und der Sieg war zu keinem  Zeitpunkt gefährdet. Viele der  rund 50 Zuschauer auf dem "Center Court" waren sich nach dem glänzenden 30:21 Sieg sicher, den neuen Deutschen Meister gesehen zu haben. Mit 8:0  Punkten war der TV Stammheim das einzige Team der Vorrunde ohne Punktverlust, und hatte sich direkt fürs Halbfinale qualifiziert.

Gut  ausgeschlafen und guter Dinge kam die 9 köpfige Delegation am Sonntag am Sportplatz an. Im Halbfinale wartete erneut der TV Brettorf, der sich im Qualifikationsspiel gegen den schwäbischen TV Unterhaugstett durchgesetzt  hatte. Wieder ging man im U-System, das sich am Vortag als äußerst stabil  erwiesen hatte, in die Partie. Nicht ganz so stark wie noch am Samstag  begann man und so verlief das Spiel in der Anfangsphase ausgeglichen. Dann der Schicksalsschlag für Stammheim. Nach 6 Minuten in der ersten Hälfte und beim Spielstand von 5:5 landete Daniel Nacke nach einem Schlag  unglücklich und blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen. Der bisher überragende Schlagmann, der später auch zum besten Angreifer des Turniers gewählt wurde, musste mit Bänderriss ausgewechselt werden, und wurde sofort  ins Krankenhaus gebracht. Stammheim stellte um, und zog Philipp Kowalik als  Mittelmann nach vorne. Wie schon in allen Spielen davor kam Markus Wuchner  zum Zug, nur diesmal behielt Sebastian Rainer die alleinige Verantwortung im  Angriff. Das Team versuchte durch noch mehr Einsatz den Ausfall zu  kompensieren. Bis zur Halbzeit hatte man sich auf Ausgleich gehalten und die  Hoffnung auf den Finaleinzug nicht aufgegeben. Doch mit zunehmender  Spieldauer erspielten sich die Brettorfer doch Vorteile und gewannen das Spiel schließlich mit 26:19.

Direkt im Anschluss an das Halbfinale wurde die Partie um die Plätze 3 und 4 ausgespielt. Nun war der Stammheimer  Kampfgeist gebrochen und die Enttäuschung war allen Spielern deutlich  anzumerken. Die Offenburger FG, die im anderen Halbfinale gegen den späteren  Deutschen Meister MTV Hammah ausgeschieden war, erspielte sich schnell eine  Führung und gab diese auch bis zum Ende nicht mehr ab. Deutlich mit 38:18  verlor man das letzte Spiel und so blieb am Ende nur der undankbare 4.  Platz.

In Bademeusel spielten:

Angriff: Daniel Nacke, Sebastian  Rainer, Markus Wuchner

Abwehr/Zuspiel: Winni Oberkersch, Marco Schradetzki,  Philipp Kowalik