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Jugend-DM U18 Halle 2010/2011 - Denkendorf

 

 

In der Hallensaison 1997/98 qualifizierte sich erstmals eine Stammheimer Jugendmannschaft für eine Deutsche Meisterschaft. Das damalige Team um Spieler wie Christian Nacke oder Marc Flersch belegte damals den sechsten Platz unter den zehn besten Mannschaften Deutschlands.

Ebenfalls zum ersten Mal hatte sich 2011 die derzeitige A-Jugend für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert, und wieder beendete man die DM auf dem sechsten Rang.

In der Vorrunde traf man im Auftaktspiel auf den norddeutschen Meister SV Armstorf, und zeigte einen nervösen Start. Wenig gelang den TVS-Jungs und der erste Satz ging mit 8:11 an das Nordteam. Im zweiten Durchgang hatten sich die Stammheimer allerdings gefangen und spielten wie aus einem Guss - der klare 11:3 Satzerfolg war die Folge. Im Entscheidungssatz war es allerdings wieder das Team aus Niedersachsen, dem die besseren Aktionen gelangen, und durch ein erneutes 8:11 verlor Stammheim das erste Spiel, hatte sich allerdings einen Satz gesichert, das am Ende Gold wert sein sollte.

Dominant und mit einer guten Leistung traten die Nordstuttgarter im zweiten Spiel gegen den TV Käfertal auf, der als Drittplatzierter der Regionalgruppe West noch auf den DM-Zug aufgesprungen war. Die Badener konnten zwar den ersten Durchgang noch ausgeglichen gestalten und verloren nur knapp mit 11:9, doch im zweiten setzte sich Stammheim klar durch und machte durch ein 11:4 den ersten 2:0 Erfolg perfekt.

Als Topfavorit auf den Deutschen Meistertitel war der TV Wünschmichelbach als Westmeister mit großen Vorschusslorbeeeren in das Turnier gestartet, und zwischen dem Favorit und Stammheim entwickelte sich das bisher beste Spiel der Meisterschaft. Gute Aktionen auf beiden Seiten entlockten den Fans immer wieder Szenenapplaus, bevor sich Wünschmichelbach hauchdünn mit 12:14 durchsetzte. Im zweiten Satz machten es die Badener etwas deutlicher, doch Stammheim konnte auch beim 8:11 und trotz der 0:2 Niederlage erhobenen Hauptes vom Feld gehen.

Im letzten Spiel des Tages stand sowohl für Stammheim als auch für den Vizemeister der ostdeutschen Meisterschaft VfL Kellinghusen die Qualifkation für die Runde der besten sechs am Sonntag auf dem Spiel.
Im ersten Satz agierte Stammheim etwas zu nachlässig, um ein deutlicheres Ergebnis zu spielen, dennoch gewann man mit 11:9. Erst im zweiten Durchgang stellte das Team um Kapitän Ueli Reißner Trainer und Fans vollkommen zufrieden und ließ einen klaren 11:3 Satzerfolg folgen. Die Qualifikation für die Runde der besten sechs Mannschaften war geschafft, und Stammheim konnte dem Sonntag zufrieden und optimistisch entgegen sehen.

"Was heute kommt ist die reine Zugabe, aber gegen Berlin haben wir gute Siegchancen und diese Chance werden wir nutzen." Mit diesen Worten empfing Trainer Alwin Oberkersch sein Team am nächsten Morgen in der Kabine, bevor es gegen die Berliner Turnerschaft aufs Feld ging. Aufgrund des besseren Satzverhältnisses hatte man sich am Vortag den zweiten Vorrundenplatz erspielt, und traf somit im Quakifikationsspiel für das Halbfinale auf den Drittplatzierten der Vorrundengruppe B.

Leider konnte Stammheim in der Partie nicht seine beste Leistung abrufen und verpasste den Einzug ins Halbfinale. Mit 9:11 verlor man beide Sätze gegen einen Gegner, den man durchaus hätte schlagen können.

Im abschließenden Platzierungsspiel wartete erneut der SV Arsmtorf auf den TV Stammheim, der mit veränderter Aufstellung ins Spiel ging. Uli Schenk (16 Jahre)  und Matthias Volkmer (15 Jahre), die bis dahin ihre Rolle als Reservisten mit großer Professionalität ausgefüllt hatten, rückten beide in die Startaufstellung und spielten die gesamte Partie durch, Eric Rhein und Tobias Götz, die bis dahin ein starkes Turnier gespielt hatten, blieben auf der Bank. Trotz der veränderten Aufstellung, in der Fabian Israel neben Ueli Reißner in den Angriff rückte, fand der TVS einen perekten Start in das Spiel und gewann den ersten Satz mit 11:6. Erst im zweiten Satz, als sich Armstorf einen 4:7 Vorsprung erspielen konnte, kam Eric Rhein für Fabian Israel ins Spiel, woraufhin auch prompt der 7:7 Ausgleich gelang. In der Folge allerdings war es das Nordteam, das die nötigen Punkte setzte und die Sätze zwei und drei schließlich mit jeweils 7:11 gewann.

Für Nils John und Ueli Reißner waren die Auftritte in Denkendorf die letzten in der Jugend. Beide stoßen ab der Feldrunde endgültig in den Kader der aktiven Spieler und werden sich über die zweite Männermannschaft in der Verbandsliga langsam an das Bundesliganiveau heranarbeiten.
Die restlichen Spieler des Teams können in den nächsten Saisons noch einige DM-Teilnahmen in der Jugend anvisieren.

 

Vorrunde
TV Stammheim - SV Armstorf 1:2 (8:11, 11:3, 8:11)
TV Stammheim - TV Käfertal 2:0 (11:9, 11:4)
TV Stammheim - TV Wünschmichelbach 0:2 (12:14, 8:11)
TV Stammheim - TSV Kellinghusen 2:0 (11:9, 11:3)

Zwischenrunde
TV Stammheim - Berliner Turnerschaft 0:2 (9:11,. 9:11)

Platzierungsspiel 5/6
TV Stammheim - SV Armstorf 1:2 (11:6, 7:11, 7:11)

Abschlusstabelle
1. Ahlhorner SV
2. TV Vaihingen/Enz
3. TV Wünschmichelbach
4. Berliner Turnerschaft
5. SV Armstorf
6. TV Stammheim
7. TSV Calw
8. TV Weisel
9.TV Käfertal
10. VfL Kellinghusen