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Liga-Check Halle 2017/18 Teil 2

am . Veröffentlicht in Hallensaison 2017/18

Am kommenden Freitag kommt die 1.BL Süd aus der Winterpause. Vor der Rückrunde erscheint traditionell der zweite Teil des Liga-Checks:

 TV Schweinfurt-Oberndorf (Winterpause Rang 1):
„Für die DM-Teilnahme müsste alles perfekt laufen, ohne Oliver Bauer verpasst der TVO die DM“, so die harte Prognose vor der Saison. Wer dem Ligacheck nun eine lange Nase drehen darf ist allen voran Nationalmannschaftskapitän Fabian Sagstetter. Mit einem unglaublichen Selbstverständnis führte der 27-jährige als Zuspieler oder Angreifer sein Team zu einer Hinrunde ohne Spielverlust.
Der Ligacheck verneigt sich vor diesem Ausnahmeathleten, der Hirn, Herz und Faust seines Teams in einer Person vereint und leistet Abbitte.
Nur gegen Pfungstadt (5:4) und Vaihingen (5:3) wurde es knapp, ansonsten verlor das „Team Sagstetter“ nie mehr als ein bis zwei Sätze.

TSV Pfungstadt (Winterpause Rang 2):
„ Natürlich zählt Pfungstadt mit 4 World Games Siegern nach wie vor zum Favoritenkreis auf die DM-Teilnahme, aber ein Selbstläufer wie in den letzten Saisons wird es nicht und sogar eine verpasste DM-Endrunde ist absolut im Bereich des Möglichen“, schrieb der Ligacheck vor der Saison über den Abonnementmeister der letzten Jahr. Eine Einschätzung, die sich vor der Rückrunde bestätigt. Mit der Klasse seiner Nationalspieler hielten sich die Hessen in der Vorrunde auf DM-Kurs und belegen aktuell Rang zwei. Neben der Niederlage gegen Oberndorf, musste sich der TSV bei den restlichen Siegen aber oft bis zum äußersten Strecken. Erst nach 9 Sätzen sicherte man sich gegen Vaihingen und Käfertal (das sogar 5 Matchbälle vergab), erst nach 8 Sätzen gegen Offenburg und Hohenklingen, die Punkte.
Mit nur zwei bzw. vier Punkten Vorsprung auf die Verfolger und der Tatsache, dass es in diesem Jahr vielleicht nur zwei Startplätze für die DM gibt, bleibt der Ligacheck bei seiner Prognose: Ein Selbstläufer wird diese Saison nicht!

TSV Calw (2.Süd, 2.Aufstiegsspiele – Winterpause Rang 3):
„Calw muss sich mit seiner jungen Abwehr und als absoluter Neuling im Klassement schnell an die hohe Gangart der 1.Liga gewöhnen und Punkte sammeln. Dann ist der Klassenerhalt nicht ausgeschlossen. Dennoch heißt die Devise: Abstiegskampf.“
Von wegen!
Alles andere als Abstiegskampf steht bei den Calwern auf der Agenda, denn Hauptangreifer Raphael Schlattinger blüht im Oberhaus auf wie nie und reißt sein Team richtiggehend mit. Unter der Führung des schlaggewaltigen Schweizers hat die junge Abwehr keinen Grund zur Nervosität und vor der Rückrunde darf man auf Platz drei stehend sogar von der DM-Teilnahme träumen.

FBC Offenburg (Winterpause Rang 4):
„Offenburg muss sich von Anfang an auf Abstiegskamp einstellen und seine Punkte gegen die direkten Konkurrenten einfahren“, warnte der Ligacheck vor der Saison und die Südbadener ließen Taten folgen. Mit Siegen über Vaihingen, Stammheim, Käfertal und Hohenklingen erledigte der FBC seine Pflicht und steht gesichert und komfortabel im Tabellenmittelfeld.
Stabilität in der Abwehr brachte merklich Rückkehrer Oliver Späth und die Angriffsachse Muckle/Konprecht spielte ihre Qualitäten aus. Bei dem kleinen Kader darf zwar verletzungstechnisch nicht viel passieren, aber mit 8 Punkten auf der Habenseite darf die Erstligasaison 2018/19 bereits geplant werden.

TV Vaihingen/Enz (Winterpause Rang 5):
„Den Frust über mangelnde Jung-Angreifer lassen „die alten“ an der Liga aus. In Vaihingen wird sich jeder Gegner schwertun und auch auswärts werden die Schwaben zahlreiche Punkte entführen. Ob genug für die DM-Teilnahme bleibt abzuwarten.“
Was beim TVO zu kritisch, wurde beim TVV vom Ligacheck zu positiv bewertet.
Von der Leichtigkeit mit der vor einigen Jahren die Gegner noch aus der Halle gefegt wurden ist nicht mehr viel zu sehen. Nach wie vor reicht die Klasse von Krüger, Lochmahr, Meyer und Co um sich mit 4 Siegen und 5 Niederlagen entscheidend von den Abstiegsrängen zu distanzieren, der DM-Zug ist allerdings bereits abgefahren.
Zudem fielen alle Siege knapp aus (5:4 und dreimal 5:3), und gegen Stammheim musste man bei 3:4 Satzrückstand und Kurs in Richtung Heimniederlage die Notbremse ziehen und alle Routiniers aufbieten, um das Spiel am Ende noch knapp herumzubiegen.

TV Käfertal (Winterpause Rang 6):
„Was für ein interessantes Team – was für eine interessante Saison! Gleich mit drei Topangreifern ist das Team aus Mannheim gesegnet.
Prognose: Als Ausrichter ist der TV Käfertal für die DM gesetzt (vorausgesetzt man vermeidet den Abstiegsplatz), doch auch ohne den Ausrichterplatz wären DM-Ziele nicht unrealistisch.“
So überschwänglich der Ligacheck vor Saisonbeginn, so bitter schwang der Faustballgott seine Keule über den TVK. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Nick Trinemeier und der Tatsache dass sein Bruder Cedric auch nicht zur Verfügung stand, schrumpfte der DM-Kandidat zu einem ganz normalen Jungteam, das so seine Probleme mit der hohen Gangart der 1. Liga hatte. Gegen Aufsteiger Hohenklingen gelangen die bisher einzigen Punkte und in Käfertal muss man um die Heim-DM doch noch zittern. Ein positives Zeichen gab die Rückkehr von Nick Trinemeier, mit dem die Mannheimer prompt Pfungstadt an den Rand einer Niederlage drängten. Mit seinem Nationalspieler wird Käfertal in der Rückrunde wohl die nötigen Punkte sammeln, um dem Abstieg zu entrinnen und letztlich die Saison bei der Heim-DM abzuschließen. „Ende gut, alles gut“, könnte man sagen beim Blick auf den TVK.

TV Hohenklingen (Meister Süd, Sieger Aufstiegsspiele – Winterpause Rang 7):
„Mit diesem Team wird man wohl kaum über Jahre für Furore sorgen, doch in der aktuellen Saison ist alles möglich, bis hin zum Deutsche Meistertitel! Wie erfolgreich die Saison auch immer verläuft: es wird auf jeden Fall ein Festjahr für den TVH, denn die spannendste Saison seiner Vereinsgeschichte steht bevor!“
Die spannendste Saison der Vereinsgeschichte ist es – so viel steht fest. Darüber hinaus muss der Ligacheck aber konstatieren, dass selbst an einem Klassespieler wie Michael Krauß der Zahn der Zeit nagt. Da zudem Angriffskollege Alexander Thau große Teile der Vorrunde versäumte, reichte die Qualität des Aufsteigers nicht. In Bestbesetzung startete man mit einem Sieg in Stammheim, danach setzte es 6 meist klare Niederlagen, die einen Abstiegsplatz zur Winterpause bedeuteten. Sollte Hohenklingen in der Rückrunde wieder in Bestbesetzung und ausgeruht spielen, könnte der Klassenerhalt vielleicht noch gelingen, aber auch bei Konkurrent Käfertal ist eine Steigerung zu erwarten.

TV Stammheim (Winterpause Rang 8):
„Es ist ein hartes Urteil, aber für den Klassenerhalt braucht es ein Wunder.“ Knallhart aber realistisch war diese Prognose wie die Vorrunde zeigte. Stammheim lieferte oft gute Leistungen im Rahmen der eigenen Möglichkeiten ab, dennoch reichte es (nimmt man das 4:5 gegen Vaihingen aus) nur zu 6 Satzgewinnen aus 6 Spielen.
Nach den Abgängen erfahrener Spieler und den Verletzungen von Ueli Reißner und Jan Ehrhardt, fehlt bei den Stuttgartern aktuell die Qualität in der Breite wie auch in der Spitze und so wird der Weg des TVS wohl in die 2. Liga führen.

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