logo

8 Satzbälle vergeben, Spitzengruppe verlassen

am . Veröffentlicht in Feldsaison 2018

Am Samstag musste der TV Stammheim 1 die dritte Saisonniederlage hinnehmen. Stammheim 2 kassierte zwei weitere 0:3 Klatschen.

Es war nicht unbedingt der Start in den Spieltag, den man sich wünschen würde beim TVS 1. In Waldrennach angekommen fand man ein extrem unebenes Geläuf vor. Zudem reduzierte sich die Zeit, sich an dieses zu gewöhnen, da kein Schiedsrichter vor Ort war und Stammheim die Leitung des ersten Spiels zwischen Waldrennach und Segnitz übernehmen musste.

Die verbleibenden 15 Minuten reichten offensichtlich nicht aus, um sich auf die Gegebenheiten einzustellen, und im ersten Satz gegen Segnitz brachte Stammheim wenig bis gar nichts zustande, was spielerisch den eigenen Ansprüchen genügt hätte. "Wir hatten im ersten Durchgang alle mehr mit uns selbst zu tun als mit Gegner und Spiel. Gefühlt ist jeder Ball so stark versprungen, dass ein normales Faustballspiel nicht möglich war. Um sich an solch extreme Platzverhältnisse zu gewöhnen braucht es eine längere Einspiel- und Gewöhnungszeit, unsere hat den ersten Satz nahezu komplett eingeschlossen", berichtet Spielertrainer Alwin Oberkersch über den 9:11 Satzverlust im ersten Durchgang.

Danach war aber auch Stammheim auf dem Spielfeld angekommen und spielte nun dominant. Bei Satzergebnissen von 11:5, 11:3, 11:5 korrigierte der TVS den Fehlstart und sicherte sich die Punkte.

Ähnlich stark und zielstrebig begann man auch gegen Heimteam Waldrennach, das mit zwei Punkten Rückstand in der Tabelle in Lauerstellung auf den TVS lag. Über eine 8:3 Führung erspielte sich Stammheim bei 10:6 die ersten Satzbälle und lag perfekt im Soll. Dann folgte allerdings der Knackpunkt des gesamten Spiels: Der letzte Punkt wollte einfach nicht gelingen und Waldrennach hatte bei 10:10 auf einmal wieder ausgeglichen. Vier weitere Satzbälle Stammheims blieben im weiteren Satzverlauf ungenutzt und nach insgesamt 8 (!) ausgelassenen Satzbällen für Stammheim nutzte Waldrennach seinen ersten schließlich zum 14:15. "Ich kann es nicht fassen, dass mir ab 10:6 kein Punkt mehr gelungen ist", haderte Max Gayer mit seinem ansonsten guten Angriffsspiel.

Sichtlich angeschlagen durch den knappen Verlust war nun Stammheim auf der einen Seite und sichtlich beflügelt Waldrennach auf der anderen - das Heimteam ließ einen sicheren 6:11 Satzgewinn folgen.

Stammheim jedoch besann sich in der Folge auf seine kämpferischen Qualitäten und startete mit einer starken 7:0 Führung in den dritten Durchgang, den man sich mit 11:3 sicherte.

Ähnlich auch der Verlauf im vierten Satz, in dem Stammheim über 4:0, 6:2, 8:3 und 11:5 klar dominierte und zum 2:2 Satzausgleich kam.

Alles also wieder auf Null, und der Entscheidungssatz musste wie im Hinspiel schon den Sieger ermitteln. Jeremy Wuhrer brachte hier das Momentum auf Seiten seines Teams, als er mit einem krachenden Ass zwischen Christian Gayer und Timo Heyenga eröffnete, dem beide Abwehrspieler des TVS nur hinterhersehen konnten.
Stammheim konnte nicht adäquat antworten und musste bei 3:6 Rückstand die Seiten wechseln. Auch hier gelang dem TVW der wichtige erste Punkt und bis zum Satzende konnte Stammheim nicht mehr aufschließen. Mit 7:11 sicherte sich Waldrennach somit den Sieg, und bei Stammheim blieb großer Ärger über die vermeidbare Niederlage.

"Wir haben drei Sätze sowas von dominiert, wenn wir nicht 8 Satzbälle im ersten Satz auslassen, gewinnen wir das Spiel klar", war der Ärger auch bei Mittelmann Christian Gayer groß.

Durch den Spielverlust verpasste es Stammheim, zum TV Augsburg vorübergehend nach Punkten aufzuschließen, der das Spitzenspiel gegen Unterhaugstett als Verlierer verließ.

Als Verlierer verließ auch der TV Stammheim 2 seine beiden Spiele am Sonntag und blieb dabei in beiden Partien chancenlos.

"Das vereinsinterne Leistungsgefälle in Männerbereich ist aktuell erschreckend hoch", blickt Trainer Alwin Oberkersch, der am Sonntag die Jugend U10 betreute und somit die zweite Mannschaft nicht begleiten konnte, auf den Spieltag des TVS 2 zurück. "Ich habe keine unrealistisch hohen Erwartungen an unsere zweite Mannschaft, die einen schweren Stand in dieser Liga hat. Aber besetzt mit Ueli Reißner, Daniel Nacke, Sebastian Gayer, Nico Riedel-Nobre und Tobias Götz, sind das vier Spieler aus dem Leistungskader der letzten Jahre und ein abgezockter Routinier. Da hatte ich gegen diese Gegner mindestens einen Satzerfolg erwartet."

Von einem Satzerfolg aber war das Team dann weit entfernt. bei Satzresultaten von 6:11, 6:11 und 8:11 gegen Grafenau bzw. 7:11, 8:11, 7:11 gegen Neugablonz blieb der TVS 2 absolut chancenlos.

"Ich will jetzt nicht zu viel Kritik üben, aber wenn das wichtigste Thema im Vorfeld einer Zweitligapartie schon die rechtzeitige Rückkehr vor den Fernseher des deutschen WM-Fußballspiels ist, ist das eindeutig ein Fokus für Freizeitsportler", gibt Oberkersch einen Denkanstoß in Richtung der Spieler.

Kein gutes Wochenende also für die Männer des TVS, die neben dem Abrutschen aus der Spitzengruppe mit der ersten Mannschaft nun auch die rote Laterne der Liga mit der zweiten Mannschaft übernommen haben.

Bereits am kommenden Wochenende steht für den TVS1 die wichtige Partie gegen den TV Augsburg an. Vor heimischer Kulisse hofft das Team dabei auch auf die Unterstütung der eigenen Fans. Spielbeginn wird am Sonntag 24.06. um 14.00 Uhr sein.

TVS auf Facebook



.wtv-Stuttgart-Open

wtv-stuttgart-open LOGO-2018 website-log