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Männer blicken auf starkes Wochenende zurück

am . Veröffentlicht in Feldsaison 2018

Ein Wochenende nach Maß haben die Männer hinter sich. Stammheim 1 bleibt zuhause ungeschlagen, Stammheim 2 verkauft sich teuer.

Es war der eingeforderte Satzgewinn, den Stammheim 2 am Samstag in Unterhaugstett einfuhr. "Bei diesen Spielern muss auch mal ein Satzgewinn rausspringen", forderte Trainer Alwin Oberkersch zuletzt unzufrieden, "da muss der Anspruch an die eigene Leistung hochgesetzt werden." Und tatsächlich präsentierte sich das Team mit Ueli Reißner, Philipp Kowalik, Sebastian Gayer, Nico Riedel-Nobre und Tobias Götz kämpferisch überzeugend.

Direkt im ersten Satz spielte Stammheim 2 engagiert und machte durch Körpersprache und Auftreten deutlich, dass man sich vor dem favorisierten TV Waldrennach nicht verstecken wollte. Bis hin zu einem Satzball kam der TVS2, doch beim 11:13 verpasste man es (noch), sich für den courageirten Auftritt zu belohnen. Gegen den Wind und somit auf der schwieriger zu bespielenden Seite, brachte Stammheim dann kaum ein Bein auf den Boden und musste sich mit 6:11 recht klar geschlagen geben.

Danach aber der Befreiungsschlag mit dem Wind im Rücken. Wie schon im ersten Durchgang erspielte sich das Team um den stark spielenden Mittelmann Sebastian Gayer einen Satzball, und diesmal wusste man ihn auch zu nutzen: 11:9.

Beflügelt durch den Satzgwinn konnte Stammheim auch im vierten Durchgang das Spiel ausgeglichen gestalten, dennoch beendete Waldrennach das Spiel durch einen 9:11 Sieg mit 1:3 aus Stammheimer Sicht.

In der folgenden zweiten Partie machte der TV Unterhaugstett seine Ausnahmestellung dann einmal mehr deutlich und ließ der stammheimer Reserve bei 8:11, 2:11, 7:11 keine echte Chance.

Ein positives Fazit konnte Oberkersch nach der Partie ziehen: "Es freut mich sehr für die Spieler, dass sie einen positiven Spieltag bestreiten konnten und zumindest mit Waldrennach zeitweise auf Augenhöhe agiert haben. Wir hatten allerdings auch große Defizite in der Angabe und im Zuspiel, die uns über beide Spiele begleitet haben und ein noch besseres Ergebnis letztlich verhindert haben. Ich hoffe, dass wir in den kommenden Wochen viele der Spieler im Training haben werden, damit wir bis zum Saisonende nochmal zulegen können. Es kommen noch Gegner, gegen die man dann auch mal einen Sieg als Ziel ausgeben kann."

Einen Sieg  - und zwar in jeder der beiden Partien - hatte sich auch Stammheim 1 vorgenommen, das am Sonntag im heimischen .wtv-Stadion seinen Spieltag absolvierte.

Gegen Abstiegskandidat Grafenau legte Stammheim dann auch einen fokussierten Blitzstart hin. Ein Ass von Max Gayer machte den Auftakt, die drei folgenden Angaben Grafenaus münzte man direkt mit dem folgenden Angriff in Punkte um, und Grafenau zog bereits bei 4:0 die Notbremse des Timeouts, das am klaren 11:5 Auftakterfolg Stammheims aber nichts ändern konnte.

Wie so oft, wenn es denn zu gut läuft, schaltete Stammheim unbewusst einen Gang zurück und wurde von kampfstarken Grafenauern fast schon im zweiten Durchgang bestraft. Nur knapp mit 15:14 ging der zweite Satz an das Heimteam.

Grafenau jedoch hatte Morgenluft gewittert und erspielte sich im dritten Durchgang klare Vorteile gegen den TVS 1, der nur schwer wieder zur souveränen Linie zurückfand und den 7:11 Satzanschluss hinnehmen musste.

"Grafenau ist ein super unangenehmer Gegner, der durchaus Faustball spielen, und sich über den Kampf in einen Rausch spielen kann", bilanziert Spielertrainer Alwin Oberkersch, dessen Team im vierten Satz wieder etwas Glück brauchte.

Von einem gänzlich souveränen Auftritt war Stammheim letztlich weit entfernt, aber immerhin gelangen die notwendigen Punkte, um auch den vierten Satz knapp mit 15:13 zu gewinnen und somit ein wackliges 3:1 einzufahren. "Letztlich zählt das Ergebnis, nach dem Wie fragt in zwei Tagen schon keiner mehr", legte Mittelmann Christian Gayer das Spiel zu den Akten und richtete den Blick schon auf die zweite Partie des Tages voraus.

Ohnehin hatte sich Stammheim sehr stark auf die Partie gegen Augsburg fokussiert, gegen die man im Hinspiel chancenlos geblieben war und nun Revanche nehmen wollte.

Und tatsächlich sahen die Zuschauer im .wtv-Stadion einen konzentriert und druckvoll spielenden TV Stammheim, der gegen den erneut stark spielenden Gegner ein überzeugendes Spiel ablieferte.

Mit 11:8 und 11:9 gewann Stammheim die ersten Sätze und brachte sich somit auf die Siegerstraße. Im dritten Satz schien das hohe Tempo seinen Tribut zu zollen, denn Stammheim brachte zunächst nicht viel aufs Spielfeld. Bei 1:6 nahm Stammheim seine Auszeit, nach der direkt folgenden Fehlangabe zum 1:7 bekam Max Gayer eine kleine Verschnaufpause - Ueli Reißner kam ins Spiel. "Ich hatte bereits bei 0:4 überlegt, Max aus dem Spiel zu nehmen, den dritten Satz abzuschenken, um dann im vierten wieder höhere Erfolsaussichten zu haben", erklärt Spielertrainer Alwin Oberkersch die Maßnahme. "Dann gelang aber ein guter Punkt, und nach dem Fehler zum 1:6 hätte eine Auszeit auch die Wende bringen können. Nach der folgenden Fehlangabe, erschien mir der konsequente Schritt als richtig."

Ohne seine Speerspitze konnte Stammheim natürlich keinen ausreichenden Druck mehr auf den Gegner aufbauen, hatte jedoch bis zum 2:11 immerhin einige Zeit für Gayer geschaffen, in der dieser ein wenig verschnaufen konnte.

Im vierten Durchgang konnte Stammheim zunächst wieder stark starten und lag auf dem Weg zum Spielerfolg, am Ende wurde es aber doch noch einmal knapp. Zu viele ausgelassene Chancen brachten den Satz auf Messers Schneide, denn Augsburg machte nun den frischeren Eindruck. Mit einem frechen Punkt von Oberkersch zum 10:6 erspielte sich Stammheim die ersten Matchbälle. Den ersten wehrte Augsburg ab, beim zweiten entschieden Millimeter über die Angabe von Gayer, der die dritte Chance dann mit einem harten Angriffsball nutzte: 11:8.

Durch den Sieg wahrte sich Stammheim weiterhin Chancen auf die Teilnahme an den Aufstiegsspielen, auch wenn Augsburg mit dem leichteren Restprogramm weiterhin die besseren Karten hat und auch Waldrennach in Lauerstellung liegend noch im Rennen ist.

"Jetzt geht es in den kommenden drei Partien um jeden einzelnen Satz. Wenn wir bis dahin erfolgreich spielen, haben wir am letzten Spieltag ein schönes Endspiel gegen den TV Unterhaugstett. Ich hoffe da wird uns ein volles und lautes .wtv-Stadion dann ein paar zusätzliche Prozentpunkte bringen", blickt der an diesem Spieltag überragend spielende Hauptangreifer Max Gayer auf das Saisonfinale voraus.

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